Der Fuß ist nach seinem Skelett in drei große Abschnitte gegliedert – es handelt sich dabei um die Fußwurzel, den Mittelfuß und die Zehen. Auf die Gesamtlänge des Fußes bezogen macht der Bereich der sieben Fußwurzelknochen etwa die hintere Hälfte aus.

Die Zehen haben beim Menschen ihre ursprüngliche Bedeutung als Greiforgane verloren und sind daher verglichen mit den Fingern kurz. Die Großzehe hat wie der Daumen nur zwei Glieder, es fehlt wie etwa beim Mittelfinger das Mittelglied. Die anderen Zehen bestehen aus drei Zehenglieder. Der Bau des Fußes ähnelt dem der Hand.

Die an das Sprungbein einerseits, an das Fersenbein anderseits sich anschließenden Fußwurzelknochen bilden mit den zugehörigen fünf Mittelfußknochen ein gegen den inneren Fußrand zu sich nischenförmig öffnendes Gewölbe, nämlich das Fußgewölbe, an welches sich die Zehen anschließen.

Das Fußgewölbe ist durch einen starken Bandapparat gefestigt und trägt die Körperlast federnd, wobei der Druck auf die Ballen der großen und kleinen Zehen sowie auf die Ferse verteilt wird.
Abgesehen von angeborenen Anomalien besitzt der Mensch an jedem Fuß fünf Zehen, wie die Finger hat jede Zehe einen Nagel.

Beugen und Strecken kann man den Fuß streng genommen nur in den Zehengelenken. Bei den Bewegungen in den Sprunggelenken handelt es sich um eine Plantarflexion und um eine Dorsalflexion. Für viele Menschen ist der Fuß beim Zehenstand gestreckt, diese Stellung wird aber gerade von den Beugern bewirkt.

Fehlstellungen, Krankheiten und Gesunderhaltung der Zehen

Seiner natürlichen Gestalt nach wird der Fuß von der Ferse nach vorne zunehmend immer breiter. Schuhe die vorne von der Mitte aus in eine Spitze auslaufen, widersprechen der natürlichen Form und bewirken eine Verunstaltung der Füße durch Verkrüppelung der Zehen.

Die Zehen haben beim Menschen ihre ursprüngliche Bedeutung als Greiforgane verloren.

Die Zehen haben beim Menschen ihre ursprüngliche Bedeutung als Greiforgane verloren.

 

Ungehinderte Bewegungsmöglichkeiten der Zehen und des ganzen Fußes, wie sie beim Barfußgehen gegeben sind, sind die beste Gewähr für die Gesunderhaltung des Bandapparates.

Bei der Hammerzehe sind Mittel- und Endgelenk krallenförmig gekrümmt, dadurch entstehen sehr leicht Entzündungen und Hornhautschwielen.

Enge und zu spitze Schuhe verursachen außerdem am Vorderfuß den Hallux valgus, die gefürchtete Abknickung des großen Zeh nach der Kleinzehenseite hin.

Alle diese Beschwerden entwickeln sich langsam und sollten frühzeitig beachtet werden. Später helfen oft nur noch operative Eingriffe oder orthopädische Schuhe.

Eine weit verbreitete Erkrankung ist der Fußpilz. Dieser zeigt sich durch gerötete, nässende und juckende Hautpartien. Die Haut zwischen den Zehen reißt außerdem leicht ein und kann leicht abgezogen werden. Meist sind die Erreger Schimmelpilze, Hefen oder Dermatophyten. Die Behandlung zieht sich über einen längeren Zeitraum hin und erfordert vom Betroffenen sehr viel Geduld. Im fortgeschrittenen Stadium müssen manchmal sogar die betroffenen Nägel entfernt werden.

Bei Menschen mit Diabetes mellitus ist bei der Pediküre besondere Sorgfalt notwendig, da Verletzungen im Zehenbereich nur sehr schwer abheilen.

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